TNF-Alpha-Inhibitoren

TNF-Alpha-Inhibitoren sind eine Klasse von Medikamenten, die speziell entwickelt wurden, um den Tumornekrosefaktor alpha (TNFα) zu blockieren oder zu hemmen. TNFα ist ein Zytokin, das im Immunsystem produziert wird und eine wichtige Rolle bei Entzündungsprozessen spielt.

Verwendung

TNF-Alpha-Inhibitoren werden hauptsächlich zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt, bei denen Entzündung eine zentrale Rolle spielt. Dazu gehören:

  • Rheumatoide Arthritis
  • Morbus Crohn
  • Psoriasis-Arthritis
  • Ankylosierende Spondylitis (Morbus Bechterew)
  • Schuppenflechte (Psoriasis)
  • Colitis ulcerosa

Wirkungsweise

Indem sie TNFα blockieren, reduzieren diese Medikamente die Entzündungsreaktionen, die mit diesen Krankheiten verbunden sind. Dies kann Symptome lindern und das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen.

Beispiele für TNF-Alpha-Inhibitoren

Einige der am häufigsten verschriebenen TNF-Alpha-Inhibitoren sind:

  • Adalimumab (Handelsname: Humira)
  • Infliximab (Handelsname: Remicade)
  • Etanercept (Handelsname: Enbrel)
  • Certolizumab pegol (Handelsname: Cimzia)
  • Golimumab (Handelsname: Simponi)

Nebenwirkungen und Vorsichtsmaßnahmen

Wie bei allen Medikamenten können TNF-Alpha-Inhibitoren Nebenwirkungen haben. Dazu gehören Infektionsrisiken (da sie das Immunsystem unterdrücken), Reaktionen an der Injektionsstelle und das potenzielle Risiko von seltenen, aber schweren Nebenwirkungen wie Tuberkulose, anderen schweren Infektionen oder bestimmten Krebsarten. Vor Beginn einer Therapie mit einem TNF-Alpha-Inhibitor werden Patienten oft auf Tuberkulose und andere mögliche Kontraindikationen untersucht.

Viele TNF-Alpha-Inhibitoren werden als Injektionen verabreicht, entweder subkutan oder intravenös.

TNF-Alpha-Inhibitoren haben das Leben vieler Menschen mit schweren entzündlichen Erkrankungen verbessert. Allerdings sind sie, wie alle Medikamente, nicht ohne Risiken, und die Entscheidung für ihre Anwendung sollte immer nach einer sorgfältigen Abwägung von Nutzen und Risiken und in Absprache mit einem Facharzt getroffen werden.

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