Infliximab


Infliximab ist ein Biologikum, das zur Behandlung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa eingesetzt wird. Es ist ein monoklonaler Antikörper, der sich gegen Tumornekrosefaktor-alpha (TNF-alpha) richtet. TNF-alpha ist ein Protein, das bei der Entzündung eine Rolle spielt. Infliximab bindet an TNF-alpha und blockiert seine Wirkung. Dadurch wird die Entzündung im Darm gelindert.

Infliximab wird intravenös verabreicht. Die übliche Dosis beträgt 5 mg/kg Körpergewicht bei der ersten Injektion und dann alle 8 Wochen. Bei schweren Verläufen kann die Dosis auch häufiger verabreicht werden.

Infliximab ist bei der Behandlung von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa wirksam. Es kann dazu beitragen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Infliximab kann jedoch auch Nebenwirkungen verursachen, wie Infektionen, Autoimmunerkrankungen und schwere allergische Reaktionen.

Anwendung bei Morbus Crohn

Infliximab ist zur Behandlung des mittelschweren bis schweren Morbus Crohn zugelassen. Es kann bei Patienten mit aktiven Entzündungen eingesetzt werden, die auf andere Therapien nicht ansprechen oder nicht vertragen werden. Infliximab kann auch zur Behandlung von fistulierenden Verläufen des Morbus Crohn eingesetzt werden.

Anwendung bei Colitis ulcerosa

Infliximab ist zur Behandlung des mittelschweren bis schweren Colitis ulcerosa zugelassen. Es kann bei Patienten mit aktiven Entzündungen eingesetzt werden, die auf andere Therapien nicht ansprechen oder nicht vertragen werden. Infliximab kann auch zur Rezidivprophylaxe bei Colitis ulcerosa eingesetzt werden.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen von Infliximab sind:

  • Infektionen, wie z. B. Atemwegsinfektionen, Harnwegsinfektionen und Pilzinfektionen
  • Autoimmunerkrankungen, wie z. B. rheumatoide Arthritis, Lupus erythematodes und Multiple Sklerose
  • Schwere allergische Reaktionen

Weitere mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Bauchschmerzen
  • Müdigkeit
  • Fieber
  • Anstieg der Leberwerte
  • Anstieg der Kreatininwerte
  • Anstieg der Blutfettwerte

Kontraindikationen

Infliximab darf nicht bei Patienten angewendet werden, die:

  • Überempfindlich gegen Infliximab oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind
  • an einer schweren Infektion leiden, wie z. B. einer Tuberkulose oder einer Sepsis
  • an einer Autoimmunerkrankung leiden, wie z. B. einer rheumatoiden Arthritis oder einem Lupus erythematodes
  • an einer schweren Herzinsuffizienz leiden
  • an einer schweren Lebererkrankung leiden
  • an einer schweren Nierenerkrankung leiden
  • schwanger sind oder stillen

Warnhinweise

Infliximab kann wohl das Risiko für schwere Infektionen erhöhen, einschließlich Tuberkulose, Sepsis, Listeriose und opportunistische Infektionen. Patienten, die Infliximab erhalten, sollten daher auf Anzeichen einer Infektion achten und sich bei Verdacht sofort an einen Arzt wenden.

Infliximab kann auch das Risiko für Autoimmunerkrankungen erhöhen. Patienten, die Infliximab erhalten, sollten daher auf Anzeichen einer Autoimmunerkrankung achten und sich bei Verdacht sofort an einen Arzt wenden.

Infliximab kann auch das Risiko für schwere allergische Reaktionen erhöhen. Patienten, die Infliximab erhalten, sollten daher vor und nach jeder Injektion überwacht werden.

Patienten, die Infliximab erhalten, sollten sich vor der Impfung mit einem Arzt beraten.

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