Familie gründen

Es gibt keinen Grund, warum man aufgrund von Morbus Crohn auf den Wunsch nach einem Kind verzichten sollte. Um sicher zu gehen, dass man die besten Voraussetzungen für eine Familienplanung hat, sollte man das Gespräch mit dem Arzt suchen. Der Arzt wird einen dann über den richtigen Zeitpunkt informieren, so dass man sich auf dem besten Wege befindet.

Planung ist das A und O

Es wird empfohlen, den günstigsten Zeitpunkt für eine Empfängnis in einer Phase ohne Krankheitsaktivität oder mit minimaler Krankheitsaktivität zu wählen. In dieser Zeit ist es wahrscheinlicher, dass die Schwangerschaft ohne zusätzliche Probleme verläuft. Daher ist es ratsam, das Thema mit dem behandelnden Arzt zu besprechen, den Frauenarzt zu informieren und gemeinsam mit dem Partner zu entscheiden, wann der beste Zeitpunkt für eine Empfängnis ist. Im Allgemeinen ist die Fruchtbarkeit bzw. Zeugungsfähigkeit von Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen in der schubfreien Zeit nicht eingeschränkt. Allerdings kann bei Frauen mit Morbus Crohn die Fruchtbarkeit in einer aktiven Krankheitsphase oder bei Verwachsungen im Becken nach wiederholten Schüben und Operationen verringert sein.

Bei hoher Krankheitsaktivität sind sowohl direkte Erkrankungsursachen (z.B. hormoneller Ungleichgewicht, seltener Fortpflanzungsakt) als auch emotionale Faktoren (z.B. Schmerz während des Geschlechtsverkehrs) von großer Bedeutung. Männer mit CED können Abszesse und Fisteln im Becken- und Analbereich haben, die die Erektion und den Samenerguss beeinträchtigen können. In seltenen Fällen können Operationen, z.B. die Anlage eines Pouches, die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigen.

Bei der Familienplanung ist auch die Einnahme von Medikamenten ein wichtiges Thema. Sprechen Sie Ihren behandelnden Arzt dazu an. Er kennt Ihre Erkrankung und kann Ihnen Ratschläge zu Ihrer Therapie geben, wenn Sie sich ein Kind wünschen oder schwanger sind.

Natürliche Geburt durchaus möglich

Eine natürliche Geburt ist bei einer Schwangerschaft mit Morbus Crohn normalerweise kein Problem. In einigen Fällen, z.B. bei Fisteln, könnte jedoch ein Kaiserschnitt die bessere Alternative sein. Ihr behandelnder Arzt kann mit Ihnen besprechen, ob das Stillen kompatibel mit der Einnahme Ihrer Medikamente ist. Es wurde gezeigt, dass gestillte Kinder allgemein und speziell von Eltern mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen ein geringeres Risiko für Erkrankungen haben als nicht gestillte. Es ist möglich, dass Sie nach der Geburt einen neuen Krankheitsschub erleben. Dies kann durch sowohl hormonelle als auch emotionale Faktoren verursacht werden.

Man kann sich sicherlich die Frage stellen, ob das Kind einer betroffenen Person ein erhöhtes Risiko hat, an Morbus Crohn zu erkranken, denn die Veranlagung kann vererbt werden. Doch auch wenn es eine gewisse Wahrscheinlichkeit gibt, ist das Risiko insgesamt als gering einzustufen.

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