Die Morbus Crohn-assoziierte Arthritis ist eine häufige extraintestinale Manifestation, die bei bis zu 20 % der Patienten mit Morbus Crohn auftritt. Sie gehört zur Gruppe der enteropathischen Arthritiden und betrifft vor allem die großen Gelenke wie Knie, Hüfte und Sprunggelenke. Im Gegensatz zur rheumatoiden Arthritis verursacht die Morbus Crohn-assoziierte Arthritis keine dauerhaften Gelenkschäden, kann aber starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen.
Die genaue Ursache der Arthritis bei Morbus Crohn ist unbekannt, aber es wird angenommen, dass eine Überreaktion des Immunsystems und Entzündungsbotenstoffe wie TNF-alpha eine Rolle spielen. Die Symptome umfassen Gelenkschmerzen, Schwellungen, Steifheit und eingeschränkte Beweglichkeit. Die Arthritis kann parallel zu den Darmsymptomen verlaufen oder unabhängig davon auftreten.
Die Behandlung zielt darauf ab, die Entzündung sowohl im Darm als auch in den Gelenken zu kontrollieren. Häufig eingesetzte Medikamente sind nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Kortikosteroide, Immunsuppressiva und Biologika wie TNF-alpha-Hemmer. Physiotherapie und Bewegung können ebenfalls helfen, die Gelenkfunktion zu erhalten.
