Die enterale Ernährungstherapie ist eine Form der Ernährung, bei der Nährstoffe über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden, entweder durch normale Nahrung oder spezielle Trinknahrung (Formuladiät). Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa wird die enterale Ernährungstherapie eingesetzt, um Entzündungen zu reduzieren, die Darmflora zu verbessern und Mangelernährung vorzubeugen.
Es gibt zwei Hauptformen der enteralen Ernährungstherapie:
- Exklusive enterale Ernährung (EEN):
Hierbei wird für einen begrenzten Zeitraum (meist 6–8 Wochen) ausschließlich Trinknahrung konsumiert, um die Darmentzündung zu beruhigen. - Partielle enterale Ernährung (PEN):
Hier wird die normale Ernährung durch Trinknahrung ergänzt, um den Nährstoffbedarf zu decken und die Remission zu unterstützen.
Die enterale Ernährungstherapie ist besonders bei Kindern und Jugendlichen mit Morbus Crohn eine wirksame Alternative zu Kortikosteroiden, da sie keine systemischen Nebenwirkungen hat. Studien zeigen, dass sie die Entzündungswerte senken, die Darmbarriere stärken und das Wachstum fördern kann.
