CED

Die Abkürzung CED steht für „Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen“. Dies ist der medizinische Überbegriff für Krankheiten, bei denen der Verdauungstrakt dauerhaft (chronisch) oder in wiederkehrenden Schüben entzündet ist. Ursache ist eine Fehlsteuerung des eigenen Immunsystems: Die körpereigene Abwehr richtet sich fälschlicherweise gegen die eigentlich gesunde Darmschleimhaut und löst so die Entzündung aus. „Chronisch“ bedeutet in diesem Fall, dass die Erkrankungen nach heutigem Stand der Medizin noch nicht vollständig heilbar sind – sie lassen sich aber mit modernen Therapien oft sehr gut kontrollieren.

Unter dem Dachbegriff der CED werden hauptsächlich zwei Krankheitsbilder zusammengefasst: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Obwohl beide Erkrankungen ähnliche Beschwerden wie Bauchschmerzen, Durchfälle oder Erschöpfung (Fatigue) verursachen können, gibt es wichtige Unterschiede:

  • Bei Colitis ulcerosa ist ausschließlich der Dickdarm (und oft der Enddarm) betroffen. Die Entzündung betrifft hier meist nur die oberste Schleimhautschicht und breitet sich kontinuierlich aus.
  • Bei Morbus Crohn kann theoretisch der gesamte Verdauungstrakt vom Mund bis zum After betroffen sein (am häufigsten ist es der Übergang vom Dünn- zum Dickdarm). Die Entzündungsherde können sich mit gesunden Abschnitten abwechseln und tiefer in die Darmwand eindringen.

Die Diagnose einer CED bedeutet heute nicht mehr automatisch dauerhafte Einschränkungen. Das Ziel jeder Behandlung ist die sogenannte Remission – eine Phase, in der die Darmschleimhaut abheilt und Patienten oft lange Zeit völlig beschwerdefrei ihren Alltag, Beruf und Hobbys genießen können.

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