Die Darmmotilität bezeichnet die Bewegung der Muskulatur im Magen-Darm-Trakt, die für den Transport von Nahrung und Flüssigkeiten verantwortlich ist. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa kann die Darmmotilität gestört sein, was zu Symptomen wie Durchfall, Verstopfung, Blähungen und Bauchschmerzen führt.
Eine gestörte Darmmotilität kann durch Entzündungen, Narbenbildung (Strikturen) oder Veränderungen des enterischen Nervensystems (ENS) verursacht werden. Die Diagnose erfolgt oft durch bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Motilitätstests.
Die Behandlung zielt darauf ab, die zugrunde liegende Entzündung zu kontrollieren und die Darmbewegungen zu normalisieren. Medikamente wie Prokinetika (z. B. Metoclopramid) oder Antispasmodika (z. B. Butylscopolamin) können helfen, die Motilität zu regulieren. Eine angepasste Ernährung und Stressmanagement sind ebenfalls wichtige Therapiebausteine.
