Malabsorption bezeichnet die unzureichende Aufnahme von Nährstoffen aus dem Darm ins Blut. Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa kann Malabsorption durch Entzündungen, Schädigungen der Darmschleimhaut oder operative Eingriffe wie Resektionen verursacht werden. Betroffene Bereiche des Darms sind oft nicht in der Lage, Nährstoffe wie Fette, Proteine, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe ausreichend aufzunehmen.
Symptome einer Malabsorption können chronischer Durchfall, Gewichtsverlust, Müdigkeit, Blähungen und Nährstoffmangel (z. B. Eisenmangel, Vitamin-B12-Mangel) sein. Langfristig kann dies zu schwerwiegenden Komplikationen wie Osteoporose, Anämie oder Wachstumsstörungen bei Kindern führen. Die Diagnose erfolgt durch Blutuntersuchungen, Stuhltests und bildgebende Verfahren.
Die Behandlung zielt darauf ab, die zugrunde liegende Entzündung zu kontrollieren und Nährstoffdefizite auszugleichen. Dies kann durch entzündungshemmende Medikamente, spezielle Diäten oder Nahrungsergänzungsmittel erreicht werden. In schweren Fällen kann eine parenterale Ernährung (Nährstoffzufuhr über die Vene) notwendig sein.
