Partielle enterale Ernährungstherapie

Die partielle enterale Ernährungstherapie ist eine Behandlungsform, bei der ein Teil der Nahrung über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen wird, während gleichzeitig eine ergänzende Ernährung über andere Formen der Zufuhr, wie zum Beispiel parenterale Ernährung (intravenöse Zufuhr), erfolgt. Diese Therapie kann bei verschiedenen medizinischen Zuständen eingesetzt werden, einschließlich einigen gastroenterologischen Erkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Bei entzündlichen Darmerkrankungen können eine Schädigung der Darmschleimhaut und Entzündungsreaktionen zu einer beeinträchtigten Nährstoffaufnahme führen. Dies kann zu Gewichtsverlust, Mangelernährung und anderen Komplikationen führen. Die partielle enterale Ernährungstherapie zielt darauf ab, den Körper mit ausreichenden Nährstoffen zu versorgen und die Darmschleimhaut zu unterstützen, ohne jedoch die normale Nahrungsaufnahme vollständig zu ersetzen.

Bei dieser Therapieform werden spezielle Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungsmittel verwendet, die leicht verdaulich und gut verträglich sind. Sie werden in flüssiger Form über eine Sonde direkt in den Magen oder den Dünndarm verabreicht. Die Teilnahme an einer partiellen enteralen Ernährungstherapie erfordert eine sorgfältige Überwachung und Anleitung durch medizinisches Fachpersonal, um die optimale Zusammensetzung der Nahrung zu gewährleisten und mögliche Komplikationen zu minimieren.

Die partielle enterale Ernährungstherapie kann verschiedene Vorteile bieten, wie zum Beispiel:

  1. Verbesserung der Ernährung: Durch die gezielte Zufuhr von Nährstoffen kann die Therapie dazu beitragen, den Nährstoffbedarf des Körpers zu decken und eine ausreichende Ernährung sicherzustellen.
  2. Entlastung des Verdauungssystems: Da die Nahrung in einer leicht verdaulichen Form verabreicht wird, kann dies die Belastung des Verdauungssystems verringern und die Genesung unterstützen.
  3. Förderung der Darmgesundheit: Die partielle enterale Ernährungstherapie kann dazu beitragen, die Schleimhaut des Darms zu schützen und zu regenerieren, indem sie entzündungshemmende Substanzen und wichtige Nährstoffe bereitstellt.

Es ist wichtig zu beachten, dass die partielle enterale Ernährungstherapie immer unter ärztlicher Aufsicht und in Absprache mit einem qualifizierten Ernährungsteam durchgeführt werden sollte. Die genaue Anwendung und Dauer der Therapie hängt von den individuellen Bedürfnissen und dem Krankheitsverlauf des Patienten ab.

Die Entscheidung zur Anwendung einer partiellen enteralen Ernährungstherapie wird gemeinsam mit dem behandelnden Gastroenterologen getroffen und basiert auf einer umfassenden Bewertung des Gesundheitszustands, der Ernährungssituation und der Therapieziele.

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