Osteopenie

Die Osteopenie ist ein medizinischer Fachbegriff für eine verringerte Knochendichte. Es handelt sich dabei noch nicht um einen echten Knochenschwund, also die Osteoporose, sondern vielmehr um eine Vorstufe oder ein frühes Warnsignal des Körpers. Bei einer Osteopenie wird Knochensubstanz abgebaut, weil dem Gewebe wichtige Mineralien wie Calcium entzogen werden. Dadurch verliert das Skelett langsam an Stabilität, auch wenn in diesem frühen Stadium in der Regel noch gar keine direkten Beschwerden oder Schmerzen spürbar sind.

Menschen mit chronischen Darmerkrankungen haben ein erhöhtes Risiko, eine solche Minderung der Knochendichte zu entwickeln. Das liegt zu einem großen Teil an bestimmten Medikamenten, insbesondere an Kortisonpräparaten. Wenn diese über einen längeren Zeitraum eingenommen werden müssen, um akute Entzündungsschübe zu behandeln, hemmen sie die calciumaufnehmenden Zellen und fördern gleichzeitig den Abbau von Knochengewebe. Zusätzlich führt eine entzündete Darmschleimhaut oft dazu, dass wichtige Bausteine für die Knochen, wie Vitamin D und Calcium aus der Nahrung, nicht mehr in ausreichender Menge vom Körper aufgenommen werden können.

Um eine Osteopenie rechtzeitig zu erkennen, raten Ärzte vielen Betroffenen zu einer völlig schmerzfreien Knochendichtemessung. Das Tröstliche an dieser frühen Diagnose ist, dass man dem Knochenabbau in diesem Stadium noch sehr gut und aktiv entgegenwirken kann. Durch eine gezielte Zufuhr von Vitamin D und Calcium, sanften Sport zur Stärkung der Muskulatur und durch das langfristige Einsparen von Kortison in der medikamentösen Dauertherapie lässt sich der Knochenstoffwechsel meist wieder wunderbar stabilisieren.

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