Uveitis

Die Uveitis und die Iritis bezeichnen entzündliche Erkrankungen im Inneren des Auges. Bei einer Iritis, auch Regenbogenhautentzündung genannt, ist speziell der vordere Teil des Auges betroffen, der für unsere Augenfarbe zuständig ist. Die Uveitis ist ein etwas weiter gefasster Begriff, der eine Entzündung der mittleren Augenhaut beschreibt, zu der auch die Regenbogenhaut gehört.

Typische Anzeichen für eine solche Augenbeteiligung sind eine deutliche Rötung des Auges, Schmerzen, eine erhöhte Lichtempfindlichkeit und manchmal auch eine verschwommene Sicht. Es ist wichtig zu wissen, dass das Auge in diesem Fall oft stark tränt, aber im Gegensatz zu einer normalen Bindehautentzündung meist nicht verklebt oder eitert.

Bei Menschen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa treten diese Augenentzündungen häufiger auf als bei Menschen ohne Darmerkrankung. Sie gehören zu den extraintestinalen Manifestationen, also den Beschwerden, die sich außerhalb des Verdauungstraktes zeigen. Das liegt daran, dass das Immunsystem bei diesen Erkrankungen generell sehr aktiv ist und sich diese Überreaktion manchmal auch gegen andere Gewebe im Körper, wie eben das Auge, richten kann. Oft tritt eine Uveitis oder Iritis zeitgleich mit einem Krankheitsschub im Darm auf, sie kann sich aber auch in Ruhephasen bemerkbar machen.

Sollten Sie als Betroffener einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung plötzlich ein rotes, schmerzendes und lichtempfindliches Auge bemerken, ist ein zeitnaher Besuch beim Augenarzt sehr ratsam. Die Diagnose lässt sich dort meist schnell stellen. Die Behandlung erfolgt in der Regel unkompliziert und effektiv mit entzündungshemmenden Augentropfen. Zusätzlich hilft es natürlich, die zugrundeliegende Entzündung im Darm mit der passenden Therapie gut zu kontrollieren, was sich langfristig auch schützend auf die Augen auswirkt.

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